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Umwelt

Vielsprachige Demonstration: Greenpeace-Aktivisten protestierten an Kohlekraftwerken. (Foto: Konrad Konstantynowicz / Greenpeace)

Vielsprachige Demonstration: Greenpeace-Aktivisten protestierten an Kohlekraftwerken. (Foto: Konrad Konstantynowicz / Greenpeace)

Warschau. (red) Kurz vor Beginn der 19. Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Warschau demonstrierten Greenpeace-Aktivisten gegen Klimazerstörung und für die Freilassung der Arctic 30. Die Aktivisten projizierten Slogans wie „Das Schmelzen der Arktis beginnt hier!“ und „Der Klimawandel beginnt hier!“ auf sechs Kohlekraftwerke.

Die Sprüche wurden übersetzt in alle Muttersprachen der 28 Greenpeace-Aktivisten und zwei Journalisten, die noch immer im Gefängnis im russischen Murmansk sitzen. „Es ist die tragische Ironie dieser Konferenz, dass Menschen in Russland eingesperrt sind, weil sie friedlich gegen den Klimawandel demonstriert haben, während hier in Warschau Politiker und Regierungen frei die Interessen großer Energiekonzerne vertreten dürfen“, sagt Martin Kaiser, Leiter der Internationalen Klimapolitik von Greenpeace.  Weiterlesen

Das Oberverwaltungsgericht Münster erweiterte den Baustopp für das Kohlekraftwerk Datteln.

Das Oberverwaltungsgericht Münster erweiterte den Baustopp für das Kohlekraftwerk Datteln.

Berlin. Als „peinliche Niederlage“ für Minister Eckhard Uhlenberg (CDU) bezeichnet die Deutsche Umwelthilfe den heutigen Beschluss des Oberverwaltungsgerichtes (OVG) Münster zur Ausweitung des Baustopps am Kohlekraftwerk Datteln auf weitere Arbeiten. Uhlenberg wollte nach Darstellung der DUH Bauarbeiten weiter zulassen, „obwohl eine genehmigungsrechtliche Grundlage fehlt“. Es sei „eine Schande, dass der verantwortliche Minister Uhlenberg, diesen Baustopp nicht längst angeordnet hat, sondern im Gegenteil die Arbeiten weiter zulassen wollte, obwohl das OVG mit der Aufhebung des Bebauungsplans dem Projekt am 3. September die genehmigungsrechtliche Grundlage entzogen hat“, so DUH-Bundesgeschäftsführer Rainer Baake. „Uhlenberg ist offensichtlich völlig überfordert, wenn es darum geht, die Rechte von Bürgern und Umweltverbänden im Genehmigungsverfahren zu wahren.“
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Mainz. Das leichte Erdbeben im Bereich Landau am 18. August wird den Landtag beschäftigen. Dies teilenMargit Mohr , energiepolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion und David Langner , umweltpolitischer Sprecher der Fraktion, heute mit: „In den Medien wird dieses Erdbeben mit dem Betrieb des Geothermie-Kraftwerks in Landau in Zusammenhang gebracht. Wir müssen diese Fragestellung sehr ernst nehmen und den Dingen im wahrsten Sinne des Wortes auf den Grund gehen. Denn Geothermie ist ein wichtiger Baustein bei einem weiteren Ausbau der regenerativen Energiegewinnung, weil sie grundlastfähig ist. Der Landtag wird sich daher in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz mit diesem Ereignis befassen.“

Bonn (ots) – Die „Weltwasserwoche“, die noch bis zum 22. August 2009 in Stockholm stattfindet, unterstreicht einmal mehr die dringende Notwendigkeit eines international wirksamen „Bündnisses für Wasser“. So wird nach einer Schätzung der Vereinten Nationen im Jahr 2030 fast die Hälfte der Weltbevölkerung in Wassermangel-Gebieten leben. Das Millennium-Entwicklungsziel, bis 2015 die Zahl der derzeit 2,5 Milliarden Menschen ohne sanitäre Grundversorgung zu halbieren, ist nach wie vor eine „eher theoretische Perspektive“. Darauf weist die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) hin und nimmt die aktuelle Großveranstaltung in der schwedischen Hauptstadt zum Anlass, erneut einen „nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit der lebenswichtigen Ressource“ zu fordern. Weiterlesen

Mainz/ Wiesbaden. Atom- und Kohlemeiler bringen „Vater Rhein“ ins Schwitzen. Das geht aus einer neu erstellten Studie des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zur Wärmelast des Rheins hervor. Demnach liegt die Rheintemperatur an der deutsch-niederländischen Grenze inzwischen drei Grad über dem natürlichen Niveau. Zwei Grad resultieren aus den Abwärmeeinleitungen (überwiegend aus Kraftwerken) entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse, ein Grad ist bereits auf den Klimawandel zurückzuführen. Der Abschnitt zwischen Worms und Mainz ist der mit den höchsten Wassertemperaturen. Weiterlesen

Die Koblenzer Passivhaustage finden am 4. und 5. Juli statt.

Die Koblenzer Passivhaustage finden am 4. und 5. Juli statt.

Koblenz -Das Umweltamt der Stadt Koblenz richtet gemeinsam mit der Integrierten Umweltberatung des Landkreises Mayen-Koblenz und dem Bau- und EnergieNetzwerk Mittelrhein (BEN) am Samstag und Sonntag,  4. und 5. Juli, jeweils von 11 bis 18 Uhr, eine Baumesse in der Passivhaussiedlung Koblenz-Asterstein (Fritz-von-Unruh-Straße) aus. Verschiedene Baufirmen präsentieren ihre Konzepte für diese Energiesparhäuser. Dabei sind sowohl Gebäude in Holzrahmenbauweise als auch in massiver Bauart oder mit so genannten Polystyrol-Schalungselementen zu sehen. Präsentiert werden außerdem Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, Restheizungen mit geringster Wärmeleistung und dreifach-verglaste Fenster mit gedämmten Rahmen. Ergänzt wird die Ausstellung durch Anbieter von Solaranlagen zur Strom- oder Wärmeerzeugung.

An beiden Tagen wird begleitend ein identisches Vortragsprogramm angeboten, in dem auf wichtige Aspekte des energiesparenden Bauens eingegangen wird. Es beginnt um 11:45 Uhr mit dem Thema „Vom Niedrigenergiehaus zum Energiegewinnhaus“. Um 12:30 Uhr folgt „Passivhaus – Basics I: Gebäudehülle“ und um 13:30 Uhr „Passivhaus Basics II – Gebäudetechnik“. Für diese beiden Vorträge wurde der bundesweit bekannte Planer und an verschiedenen Hochschulen als Lehrbeauftragter tätige Andreas Nordhoff aus Köln eingeladen, der aus seinem umfangreichen Erfahrungsschatz und von innovativen Entwicklungen berichten wird. Um 14:30 Uhr geht es dann um „Altbaumodernisierung mit Passivhauskomponenten“. Der Energieberater Bernhard Andre wird darstellen, wie sich auch in diesem Bereich die neuen Materialien immer mehr durchsetzen. Es folgt um 15.15 Uhr das Thema „Solarstrom vom Dach“, um 16:00 Uhr „Geld vom Staat für Neubau und Modernisierung – ein Förderüberblick“ und schließlich um 16:45 Uhr „Heizen mit der Sonne“.

Wer sich einen Überblick über die in der Passivhaussiedlung bisher realisierten Konzepte verschaffen will, für den wird jeweils um 11 und 16 Uhr ein geführter Rundgang angeboten. Samstag um 11 Uhr wird auch Oberbürgermeister Eberhard Schulte-Wissermann daran teilnehmen. Insbesondere für die Sanierung von Altbauten kann die kostenlose unabhängige Energieberatung am „Unser Ener“-Infomobil des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums in Anspruch genommen werden.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung findet man im Internet unter www.BEN-Mittelrhein.de

Greenpeace-Aktivisten haben ein sieben Meter hohes Trojanisches Pferd vor die CDU-Parteizentrale gezogen. Es steht für die Energiepolitik im Wahlprogramm der CDU/CSU. (Foto: Paul Langrock / Greenpeace)

Greenpeace-Aktivisten haben ein sieben Meter hohes Trojanisches Pferd vor die CDU-Parteizentrale gezogen. Es steht für die Energiepolitik im Wahlprogramm der CDU/CSU. (Foto: Paul Langrock / Greenpeace)

Berlin. Die Umweltverbände laufen Sturm gegen die Atompolitik der Christdemokraten. Mit einem Trojanischen Pferd vergleichen Greenpeace-Aktivisten die heute vorgestellte Energiepolitik im Wahlprogramm der CDU/CSU. Vor der Bekanntgabe des Programms durch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Parteichef Horst Seehofer zogen 30 Aktivisten ein sieben Meter hohes hölzernes Pferd vor das Konrad-Adenauer-Haus in Berlin. Das Trojanische Pferd ist mit Atommüll-Fässern gefüllt. Auf einem Banner heißt es: „Wer Merkel wählt, wählt Atomkraft“. Die Union verspreche den Wählern zwar, dass es keinen Neubau von Atomkraftwerken geben soll. „Zahlreiche Spitzenpolitiker der CDU/CSU werben aber offen für den Ausbau der Atomenergie“, meint Greenpeace und fordert, dass am Atomausstieg festgehalten wird und Erneuerbare Energien für den Klimaschutz stärker gefördert werden

Um gegen Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke zu protestieren, hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) während einer Kundgebung eine zwei Meter hohe Atom-Ausstiegsuhr vor dem Konrad-Adenauer-Haus aufgestellt. Die Uhr zeigt jene sieben Atomkraftwerke, die entsprechend einer Vereinbarung zwischen Energiekonzernen und Bundesregierung in der laufenden und in der nächsten Legislaturperiode vom Netz genommen werden sollten.

„Die Ausstiegsuhr tickt, sieben Atomkraftwerke stehen an zum Abschalten. Sollten aber CDU/CSU und die FDP nach der Bundestagswahl in ihrer Wunschkoalition längere Laufzeiten für die alten Atommeiler durchsetzen, werden sich die Gefahren für heutige und kommende Generationen noch weiter vergrößern“, sagte der BUND-Energieexperte Thorben Becker. Auch Greenpeace fordert, dass die sieben ältesten Atomkraftwerke aus Sicherheitsgründen sofort abgeschaltet werden. Mit dem Atomausstiegsgesetz von 2002 wurde die Regellaufzeit der bestehenden Atomkraftwerke auf 32 Jahre seit Inbetriebnahme begrenzt. Laut Greenpeace kann ein CO 2-neutraler Austieg bis spätestens 2015 abgeschlossen sein.

Das Atomprogramm der Union sei jedoch eine „Energiepolitik mit doppeltem Boden“, so die Umweltschützer. Geschickt werde im heute vorgelegten Programm der angestrebte Ausbau der Atomenergie versteckt“, sagt Greenpeace-Sprecher Tobias Münchmeyer. „Es ist die Rede davon, dass Atomkraft nur eine ,Brückentechnologie‘ und ,Teil in einem ausgewogenen Energiemix‘ sei. Dahinter verbirgt sich jedoch der Ausstieg aus dem Atomausstieg.“

Zwar lehnt die CDU/CSU in ihrem Wahlprogramm „den Neubau von Kernkraftwerken ab“. Dem widersprach die Parteiführung jedoch in den vergangenen Wochen: Angela Merkel erklärte, es sei „jammerschade“, wenn Deutschland aus dem Ausbau der Atomenergie aussteige. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla sagte, Kernkraft sei für die CDU „Öko-Energie“. Und Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger sprach sich dafür aus, die Rahmenbedingungen für den Neubau von Kraftwerken in Deutschland zu verbessern, auch für Atomkraftwerke der „neuen Generation“.

Laut ihrem Wahlprogramm will die CDU mit den Energiekonzernen vereinbaren, dass etwa die Hälfte ihrer durch Laufzeitverlängerung zur erwartenden Gewinne in einen öffentlichen Fonds fließen. Dieser Fonds soll auch zur Senkung der Strompreise genutzt werden. Eine in dieser Woche veröffentlichte Studie des Bundesumweltministeriums zeigt jedoch auf, dass eine Laufzeitverlängerung sogar zur Erhöhung der Strompreise führen kann. „Das Atomprogramm der CDU ist leicht zu durchschauen“, sagt Münchmeyer. „In der Wirtschaftskrise will die CDU mit dem Köder angeblicher Strompreissenkungen Wählerstimmen gewinnen.“

Die Risiken der Atomkraft symbolisierten die Umweltschützer des BUND vor der CDU-Zentrale mit einer Alarmsirene, die von Passanten ausgeschaltet werden konnte. „Endzeit für Atomkraftwerke. Keine längeren Laufzeiten, Frau Merkel!“ und „AKWs abschalten!“ war auf Transparenten und Schildern zu lesen. Der Umweltverband kritisierte auch die Energieversorger, weil sie den Atomausstieg durch längere AKW-Stillstandszeiten verzögern würden. Das schleswig-holsteinische AKW Brunsbüttel, die Reaktoren Biblis A und B in Hessen und das AKW Neckarwestheim in Baden-Württemberg sollten ursprünglich bereits 2008 bzw. spätestens 2009 stillgelegt werden. In Bayern ist 2011 das Abschalten von Isar 1 vorgesehen. 2012 sollen in Baden-Württemberg Philippsburg 1 und in Niedersachsen das AKW Unterweser folgen.

Die Atomenergie bleibe etwa angesichts ungeklärter Leukämie-Fälle im Umfeld fast aller Anlagen eine Technologie unbeherrschbarer Risiken. Die ungeklärte Entsorgung des Strahlenabfalls und die mögliche Weiterverbreitung nuklearer Materialien vergrößerten die Gefahren zusätzlich. Hinzu komme, dass die meisten deutschen Atomkraftwerke nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert seien.

Die kommende Bundestagswahl sei auch eine Richtungsentscheidung in der Energie- und Atompolitik. Energieexperte Thorben Becker: „Atommeiler sind unflexible und schwer regelbare Großkraftwerke, die nicht in ein zukunftsfähiges Stromversorgungssystem passen. Die Physikerin und Bundeskanzlerin Angela Merkel muss es wissen: Bleiben die Atomkraftwerke länger am Netz, dann bremsen sie den Ausbau der erneuerbaren Energien. Entweder es kommen längere Laufzeiten für veraltete Atomreaktoren oder Deutschland beginnt mit der Erneuerung seines Energiesystems.“

Die Kundgebung gegen Laufzeitverlängerungen vor der CDU-Zentrale ist Auftakt einer Serie ähnlicher Aktionen des BUND in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Westerwaldkreis. Die Westerwälder Kreisverwaltung präsentiert in der Zeit vom 25. Juni bis zum 1. Juli gemeinsam mit dem Bundesverband der Regionalbewegung eine moderne, sprachgeführte Ausstellung mit dem Titel „Unsere Haus spart Energie – gewusst wie“.

Die Ausstellung ist als Rundgang mit sechs Themenhäusern konzipiert. Diese bestehen aus Informationstafeln, spielerischen Elementen, Exponaten und Hörbeiträgen. Eine Bibliothek mit Fachliteratur und Broschüren zum Mitnehmen sowie eine Kinderspielecke ergänzen das Angebot. Weiterlesen

Berlin (ots). Die SPD-Delegierten wurden gestern in Berlin vor ihrem Parteitag von WWF-Aktivisten mit einem riesigen Klimaschutzpaket empfangen, um der Forderung des WWF nach mehr Klimaschutz in Deutschland und einem Klimaschutzgesetz Ausdruck zu verleihen. Aus einem roten SPD-Würfel mit dem Wahlslogan der Partei „Anpacken für unser Land“ machten WWF-Bauarbeiter in aller Schnelle ein großes Klimapaket mit der Aufschrift „Anpacken für unser Land bedeutet Anpacken für unser Klima.“ Außerdem verteilte der WWF Arbeitshandschuhe mit dem Aufdruck „Klimaschutz anpacken!“ an die SPD-Delegierten, Abgeordneten und Bundestagskandidaten. Sie sollten gut gewappnet sein, um sich für ein Klimaschutzgesetz einzusetzen.

Von der Rede des SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier zeigt sich der WWF enttäuscht. „Dass das Jahrhundertthema Klimaschutz gar keinen Platz in der Rede des Kanzlerkandidaten fand, zeigt, dass bei ihm die Größe der Herausforderung immer noch nicht angekommen ist. Das ist schon tragisch“, erklärt Regine Günther, Leiterin des Bereichs Klima und Energie beim WWF. Dabei zeigen zahlreiche Umfragen, dass den Bürgern das Thema Klimaschutz auch bei ihrer Wahlentscheidung besonders wichtig sei.

„Vor allem das uneinsichtige Festhalten an der überkommenen, besonders klimaschädlichen Kohle ist ein eindrückliches Beispiel, dass Steinmeier und die SPD beim Klimaschutz den Blick zu wenig in die Zukunft richten und zu sehr in der Vergangenheit gefangen sind“, so Regine Günther.

In der Klimapolitik der SPD fehlt es nach Ansicht des WWF bisher an glaubwürdigen langfristigen Klimaschutzzielen und Klimaschutzstrategien über das Jahr 2020 hinaus. Dem Parteitag liegen Anträge über die Aufnahme von langfristigen Klimazielen vor. Ob diese aufgenommen werden, bleibt jedoch abzuwarten. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen müssen die Industrieländer den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 um mindestens 95 Prozent vermindern. Ein Klimaschutzgesetz müsste verbindliche Regeln für den Klimaschutz, wie die Einsetzung einer Klima-Kommission und die Festlegung von Zwischenziele, aufstellen.

Bremen (ots). Das Bundesamt für Strahlenschutz BfS will eng mit dem Asse-Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtags kooperieren. „Selbstverständlich stehen wir, soweit wir es können, mit Informationen zur Verfügung“, sagte BfS-Präsident Wolfram König dem Bremer WESER-KURIER Montag-Ausgabe. „Es ist unser Selbstverständnis, dass wir offen und transparent mit Erkenntnissen und den uns vorliegenden Unterlagen umgehen.“ König widersprach damit Befürchtungen von Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander FDP, Bundesbehörden könnten bei der Herausgabe von Akten mauern.

Ein großes Problem sei allerdings, dass sich viele Unterlagen in einem Zustand befänden, der eine vernünftige Ermittlung sehr schwierig machten, erklärte König. „Die Asse ist nicht als Endlager, sondern über Jahrzehnte offiziell als Forschungsbergwerk betrieben worden. Das heißt, die Unterlagen, die wir bislang gesichtet haben, entsprechen in großen Teilen nicht den Anforderungen an eine vollständige und nachvollziehbare Dokumentation“, berichtete der BfS-Chef. „Das alles ist sehr mühselig aufzuarbeiten.“

Den Parlamentarischen Untersuchungsausschuss, den der Landtag am Dienstag einsetzen will, sieht der BfS-Präsident als hilfreich an. „Ich schließe nicht aus, dass der Untersuchungsausschuss ganz andere Zugänge zu Unterlagen bei den Behörden des Landes hat und dort noch ergänzende Informationen, die uns für Betrieb und Schließung interessieren, entdeckt werden.“ Seine Behörde könne noch nicht abschließend beurteilen, was sich noch alles in der Asse befinde. „Wir sind vor weiteren Überraschungen nicht gefeit.“

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