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Göttingen. (red) Anlässlich der Warnung der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) vor katastrophalen wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels für die Pazifischen Inselstaaten weist die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) darauf hin, dass auch Jahrtausende alte Kulturen auf hunderten bislang bewohnten Inseln dadurch gefährdet sind. „Es wäre ein immenser Verlust für das Weltkulturerbe der Menschheit, wenn indigene Fischer und Bauern nicht mehr auf ihren Atollen leben können“, erklärte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Dienstag in Göttingen. „Mehr als zehn Millionen Angehörige indigener Völker auf den Pazifischen Inseln sind durch den Anstieg des Meeresspiegels und durch die dadurch verursachte Versalzung ihrer Böden sowie durch die Zunahme von Unwettern oder Extremwetterlagen akut bedroht.“Die ADB äußert in einer am Dienstag veröffentlichten Studie die Befürchtung, dass aufgrund der Folgen des Klimawandels das Bruttosozialprodukt einzelner Staaten um bis zu 15 Prozent zurückgehen werde. Bis zum Jahr 2050 müssten die Inselstaaten jährlich bis zu 775 Millionen US-Dollars aufwenden, um die Folgen des Klimawandels zu bewältigen. Sowohl die Landwirtschaft als auch die Fischerei werde massiv unter dem Klimawandel leiden.

So wird das Ausbleichen der Korallenriffe den Fischreichtum in küstennahen Meeresgebieten massiv verringern. Davon sind vor allem die lokalen indigenen Fischer betroffen, die zum Verkauf auf Märkten und zur Selbstversorgung traditionell nahe den Küsten fischen. Sie verfügen nicht über größere Fischerboote, die mit internationalen Fischtrawlern konkurrieren können und ihren Fang auf hoher See einbringen.

„Die dürftigen Ergebnisse des Weltklimagipfels von Warschau machen viele indigene Bewohner der Pazifischen Inseln wütend, weil sie die dramatischen Folgen des Klimawandels schon heute spüren“, berichtete der GfbV-Referent Ulrich Delius. Er erinnerte an die Dürrekatastrophe auf den Marshallinseln im Frühjahr und Sommer 2013. Da aufwändige Meerwasser-Entsalzungsanlagen meist zu kostspielig waren, musste das Trinkwasser für die indigenen Bewohner vieler dieser Inseln über hunderte von Kilometern herbeitransportiert werden. Tausende Ureinwohner, die sonst verstreut auf den Inseln leben, mussten in Siedlungszentren konzentriert werden, um ihre Versorgung mit Frischwasser zu gewährleisten.

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